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Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung zum Thema Self-Checkout-Systeme finden Sie in unserem Whitepaper.

 

Die Ergebnisse der Verbraucherakzeptanz-studie zum Thema Self-Scanning finden Sie in unserem Whitepaper.

 

Die Ergebnisse der Händlerbefragung in unserem neuen Whitepaper.

 

Die Ergebnisse der Verbraucherakzeptanz-studie finden Sie in unserem Whitepaper.

 

Die Ergebnisse der Markterhebung finden Sie hier.

Termine

Self-Checkout Special für interessierte Einzelhändler

Termin: 08. November 2017
Ort: Rheinterrasse Düsseldorf

Aktuelles

Kontakt

Frank Horst

Projektleiter
Frank Horst
T: +49 221 57993-53
E: horst(at)ehi.org

 
Simone Sauerwein

Projektassistenz
Simone Sauerwein
T: +49 221 57993-992
E: sauerwein(at)ehi.org

Markterhebung

SB-Kassen: Der Anfang ist gemacht

Die aktuelle EHI-Marktanalyse zur Verbreitung von Self-Checkout-Systemen zeigt: Rund 320 Märkte bieten bereits heute ihren Kunden die Möglichkeit, den Scann- und Bezahlvorgang selbst in die Hand zu nehmen. Das kundeneigene Scannen seiner Artikel  - stationär an der Kasse oder mobil am Regal -  wird als zusätzlicher Kundenservice verstanden, um primär Wartezeiten zu verkürzen.

Im Rahmen EHI Self-Checkout Initiative (www.self-checkout-initiative.de) war es das Ziel, eine Marktübersicht in Deutschland existierender Self-Checkout- und Self-Scanningssysteme zu erstellen, ohne Berücksichtigung reiner Self-Paymentsysteme, also ohne Berücksichtigung von installierten Automaten, wo Kunden ausschließlich den Bezahlvorgang, nicht aber den Registriervorgang, selbst durchführen.

Die aktuelle EHI-Markterhebung (Stand August 2015) zum Einsatz von Self-Checkout-Systemen und Self-Scanning-Systemen in Deutschland zeigt, dass in rund 295 Märkten Self-Checkout-Systeme genutzt werden können und in weiteren 25 Märkten das sogenannte Self-Scanning angeboten wird.

Self-Checkout-Systeme
Bei den installierten Self-Checkout-Systemen in 295 Märkten kommen derzeit insgesamt rund 2.150 Selbstzahlerkassen zum Einsatz. Den Großteil der Self-Checkout-Kassen können Kunden nach wie vor bei den bekannten Vorreitern der Selbstzahlerkassentechnologie IKEA und Real nutzen. Mit Ausnahme von IKEA und einigen wenigen selbständigen Unternehmen bieten fast alle Geschäfte  ihren Kunden durchgängig die Barzahlungsmöglichkeit beim Self-Checkout an.

Im klassischen Lebensmitteleinzelhandel gibt derzeit es knapp 150 Märkte, die typischerweise jeweils vier Self-Checkout-Kassen einsetzen. Neben den real-Märkten mit den meisten SCO-Märkten und Installationen, bieten die Unternehmen Famila-Nord sowie vorwiegend selbständige Einzelhändler der Unternehmensgruppen Edeka und REWE diesen zusätzlichen Kundenservice an. In den letzteren drei Unternehmensgruppen sind jeweils 15 bis 26 Märkten zu finden. Hinzu kommen Installationen beim Cash & Carry Betreiber Selgros, der seinen Großhandelskunden sowohl Self-Checkout-Kassen als auch das Self-Scanning anbietet. Außerhalb des Lebensmittelsektors sind Selbstzahlerkassen fast ausschließlich nur bei IKEA und in den Bauhaus-Baumärkten zu finden.

Wichtiger Erfolgsfaktor: Barzahlung im LEH
98 Prozent der Lebensmittelhändler, akzeptieren den Kundenwunsch und bieten SB-Kassen mit Barzahlung-Modulen an, obwohl  es hohe Kosten und aufwändige Instandhaltung bedeutet. Die sogenannten Cash-Systeme erhöhen die Anschaffungsinvestition von SB-Kassen um rund ein Drittel. Hinzu kommt eine deutlich höhere Wartungsintensität als bei Kartenzahl-Modulen, weil Cash-Systeme störanfälliger sind. Auf den Gesamtmarkt bezogen, können Kunden in 75 Prozent der Märkte mit Selbstzahlerkassen ihre Einkäufe in bar bezahlen.

Self-Scanning
Zu den größten Self-Scanning-Anbietern gehört seit 2010 das Pionierunternehmen Feneberg mit derzeit 14 Märkten. Die meisten weiteren Installationen sind erst in den letzten 2 Jahren entstanden. Globus und tegut bieten in jeweils 3 Märkten diese optionale Einkaufsmöglichkeit an sowie die Edeka-Südwest in einem Regiemarkt und bei 3 weiteren selbständigen Einzelhandelspartnern. Hinzu kommt noch eine Installation bei einem selbständigen Partner der Edeka Nordbayern. Typischerweise stehen in diesen Märkten jeweils rund 60 Handscanner für den Kundeneinsatz zur Verfügung.

Stationäre Self-Checkout-Systeme versus mobiles Self-Scanning
Beim Self-Checkout System führt der Kunde den Registrier- und Bezahlvorgang selbst durch. Er scannt am Ende des Einkaufs selbst jedes einzelne Produkt und verpackt es in bereitgestellte Tüten oder mitgebrachte Taschen. Self-Checkouts ergänzen immer die konventionellen Kassen und der Kunde entscheidet immer erst unmittelbar vor dem Bezahlvorgang, welche Kassenabwicklung er wählt. Self-Checkout Systeme sind tendenziell für kleinere Einkäufe geeignet, in der Regel bis zu 15 Artikeln.  In der Praxis werden an Self-Checkout-Systemen Durchschnittsbons von 4 bis 9 Artikeln registriert. Unterschiedliche Sicherheitssysteme wie Personalassistenz, Gewichtskontrollen, Kameras oder zusätzliche Ausgangsschleusen gewährleisten eine vollständige Warenerfassung.

Zum mobilen Self-Scanning entscheidet sich der Kunde bereits beim Betreten eines Geschäftes und scannt die Artikel während des Einkaufs mittels eines mobilen Erfassungsgeräts  selbst ein. Das Lesegerät wird am Eingang des Marktes beispielsweise nach Identifikation durch eine Kundenkarte ausgegeben. Am Ende des Einkaufs werden alle Daten in das Kassensystem übernommen. Kunden können während des Einkaufs die einzelnen Artikel scannen und behalten jederzeit den Überblick über die aufgelaufene Kaufsumme. Sie sparen Zeit beim Bezahlvorgang, da die Artikel beim Bezahlen nicht mehr aus dem Einkaufswagen bewegt werden müssen. Nach dem Einkauf gibt der Kunde das Gerät an einer bedienten Kasse oder an einem Bezahlautomaten ab, die Daten werden in das Kassensystem übernommen und die Bezahlung kann bar oder unbar erfolgen.

Vorteil dieses Systems gegenüber dem stationären Self-Checkout: Der Kunde nimmt den Artikel nur einmal in die Hand, nämlich beim Scannen der Ware am Regal, und kann dann ohne Umpacken der Waren an der Kasse seinen Einkauf beenden. Auch größere Einkäufe sind problemlos zu handhaben. Um Sicherheitsaspekten zu genügen und bewusste Manipulationen oder unbewusste Fehler weitestgehend auszuschließen, werden die Warenkörbe in der Regel stichprobenweise durch eine Kassenkraft kontrolliert.

Setzt man die im Lebensmittelhandel im Einsatz befindlichen rund 620 SCO-Kassen in Relation zu den fast 200.000 herkömmlichen Kassen, so wird schnell deutlich, dass diese Systeme noch eine untergeordnete Marktbedeutung besitzen. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass nicht jedes Lebensmittelgeschäft und jeder Standort für Selbstzahlerkassen geeignet sind.

Die gute Kundenakzeptanz von Self-Checkout- und Self-Scanning-Systemen wird sicher dazu führen, dass in naher Zukunft weitere Unternehmen trotz hoher Investitionskosten ihren Kunden diesen Service anbieten werden. Auch über ein Nebeneinander von Self-Checkout-kasse und mobilem Self-Scanning in einem Markt denken schon einige Unternehmen nach, um allen Kundenanforderungen gerecht zu werden.